Verzögerung beim Bau des neuen Kunstmuseums am Kulturforum Berlin

Die Fertigstellung des “Museums des 20. Jahrhunderts” am Berliner Kulturforum, eines neuen Museums der Moderne, wird sich nach Angaben der Kulturstaatsministerin Monika Grütters verzögern. Die Eröffnung war ursprünglich für 2021 geplant, doch damit ist jetzt wohl nicht mehr zu rechnen.

Obwohl das Projekt schon um 20 Prozent verkleinert werden musste, weil es zu nah an eine angrenzende Kirche gerückt wäre, wird es dennoch auch noch teurer als geplant. Das Bauprojekte teurer ausfallen als geplant, überrascht allerdings heute niemanden mehr, und so gab es deswegen wenig Aufregung.

Für das Kulturforum vor dem Potsdamer Platz ist die Verzögerung insgesamt auch eigentlich gar keine schlechte Nachricht, denn sie schafft Zeit, für das gesamte Gelände einen guten und ausgereiften Plan vorzulegen. Dieses Vorhaben will die Berliner Kulturpolitik nun auch wirklich vorantreiben und zur Priorität machen, obwohl der Bund ungeduldig ist, und sein neues Museum so schnell wie möglich fertigstellen will.

Ideen für die Gesamtgestaltung des Kulturforums gibt es viele, denn renommierte Architekten beschäftigen sich schon seit längerer Zeit mit dem Projekt, den Ort wieder zu neuem Leben zu erwecken. Das Kulturforum könnte durchaus ein attraktiver und lebendiger Ort für die Berliner und auch für Touristen werden. Es muss dort zukünftig mehr geboten werden, als nur Konzerte und Museen. Einige Kultureinrichtungen, wie die Philharmonie und die Stiftung Zukunft Berlin, haben schon ihr Interesse daran kundgegeben, künftig mit eigenen Veranstaltungen zum Programm beizutragen.

Sogar die Berliner Verkehrsbehörde scheint zur Unterstützung des Projektes bereit zu sein und zieht es in Erwägung, die mehrspurige Potsdamer Straße ein wenig zu verlegen, um die Gesamtbaufläche für das Kulturforum um 30 Meter zu erweitern und den Verkehr davon abzurücken. Dann gäbe es auch mehr Spielraum für den neuen Museumsbau und die Erscheinung des gesamten Stadtbildes wäre wesentlich aufgelockert.

Die Aufnahme mehrerer Renovierungsprojekte könnte allerdings das Kulturforum für 15 Jahre zur Baustelle machen, was für die Berliner Kultur eine lange Durststrecke bedeuten könnte, da sich auch andere Kulturstätten noch in der Bauphase befinden.

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