Ein dynamischer Ort, der die Künste verbindet

Die Idee des Berliner Kulturforums legte von Anfang an das Nebeneinander und den Austausch verschiedener Künste nahe. Es soll dem Besucher einen Querschnitt über die Kulturgeschichte Europas in der Neuzeit bieten.

Das Kulturforum mit seinem Schwerpunkt vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart ist das Gegenstück zur Museumsinsel. Um seiner Rolle als kulturelles Zentrum gerecht zu werden, wird das Kulturforum durch den Neubau des Museums der Moderne seine Vorteile verstärkt zur Geltung bringen.

Als einer der wichtigsten Standorte der Staatlichen Museen zu Berlin wurde das Kulturforum lange vor der Wiedervereinigung geplant. Zuletzt wurde dort im Jahr 1998 die Gemäldegalerie eröffnet. Auf die Zusammenlegung der Bestände der Ost- und Westberliner Museen war man nicht vorbereitet. Zahlreiche Schätze schlummern immer noch in den Archiven. Dazu gehören gerade auch Bestände der Neuen Nationalgalerie.

Das Berliner Kulturforum bietet mit den geplanten Erweiterungen nun den großen Vorteil, einen zentralen Museumsstandort mit unvergleichlich großen Ausstellungsflächen im Herzen der Stadt zu etablieren.

Doch nicht auf die Größe kommt es an, die Einzigartigkeit eines Kulturforums erlaubt es, Kunst und Kunstwerke in einen großen Zusammenhang zu stellen. Bislang verstreute Bestände können im Kulturforum zusammengeführt werden. Mit dem geplanten Museum der Moderne wird damit die entscheidende Voraussetzung für ein Kulturforum als Schnittstelle geschaffen.

Ein Vorteil des Kulturforums, der nach der Erweiterung ins Bewusstsein treten wird, besteht darin, dass es insgesamt auch stärker als Schnittstelle funktionieren kann. Die Kunst der Moderne ist ohne ihre medientechnische Verarbeitung nicht denkbar. Hier kann das Kulturforum den jeweiligen Kontext von Kunst aufzeigen und zum Erkennen von größeren Zusammenhängen inspirieren.

Das Berliner Kulturforum war von Anfang an als dynamischer Ort geplant, was auch schon in der organischen Architektur von Hans Scharoun angelegt ist. Die spätere Entwicklung ließ diesen Zusammenhang oft in den Hintergrund treten.

Mit dem geplanten Neubau des Museums der Moderne werden neue Verbindungsachsen geschaffen, die die ursprüngliche Vision eines Kulturforums verwirklichen: von der Staatsbibliothek zur Gemäldegalerie und von der Philharmonie zur Neuen Nationalgalerie als “Nord-Süd-Boulevard”.