Deutsches Museum München – Sanierung wird teurer als geplant

Aufgrund verschiedener unvorhergesehener Ereignisse, wird sich die Sanierung des Deutschen Museums nicht nur verzögern, sondern auch teurer ausfallen als ursprünglich geplant war. Die angespannte Situation in der Baubranche generell macht das Unternehmen nicht einfacher. Für so manche MIllionenprojekte finden sich keine Anbieter.

Der erste Bauabschnitt soll nicht schon wie vorgesehen 2019 für den Publikumsverkehr wieder freigegeben werden, sondern erst ein Jahr später. Mit dem Abschluss der gesamten Renovierungsarbeiten ist erst im Jahr 2025 zu rechnen. Das wäre dann genau zum 100. Geburtstag des berühmten Museums. Die über 500 Mitarbeiter des Museums sind allerdings skeptisch bezüglich dieser Planungen und sorgen sich auch um ihre eigene Zukunft.

Am 1925 eröffneten Museum nagte bereits der Zahn der Zeit. Seit der Eröffnung wurden kaum nennenswerte Umbaumaßnahmen durchgeführt, und so sind nun ca. 50 % der vorhandenen Ausstellungsfläche ein Fall für die Handwerker geworden. Zu den geschlossenen Teilen gehört auch die Luftfahrthalle mit der “Tante Ju”.

Trotzdem sind immer noch rund 25.000 qm Fläche für die Besucher zugänglich. Darunter ein Teil des spektakulären Bergwerks, die Bereiche Physik, Astronomie, Pharmazie, das Kinderreich und das bei Jung und Alt beliebte Planetarium.

Das Deutsche Museum mit Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik, wie es offiziell heißt, ist nach der Ausstellungsfläche, zumindes wenn denn alle Bereiche zugängig sind, das größte seiner Art weltweit. Das Museum begrüßt jährlich ca. 1.5 Millionen Menschen.

Das Gebäude liegt sehr zentral auf der Münchener Museumsinsel. Die Gründung des Museum ist unmittelbar mit dem Namen des Elektroingenieurs Oskar von Miller verknüpft, dessen Motto “In diesem Haus darf jeder machen, was ich will” im Eingangsbereich die Besucher willkommen heißt. Gestaltung und Aufbau des Hauses gingen sehr stark auf seine Initiativen und sein organisatorisches Talent zurück. Er verstand es auch ausgezeichnet, Geldgeber aus Wirtschaft und Wissenschaft erfolgreich für sein Projekt zu gewinnen. 1933 nach der Machtergreifung Hitlers, musste er, aufgrund eines Streits um die Aufstellung einer Bismarck-Statue, sein Amt unter Druck der neuen Machthaber aufgeben.

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